„Was schreist du zu mir?“
2. Mose 14,15.
Es kann eine Zeit kommen, da diese Frage selbst an einen Mose gerichtet werden muss. Es gibt eine Zeit, da das Schreien dem Tun Platz machen sollte; wenn das Gebet erhört und das rote Meer geteilt ist, wäre es schmachvoller Ungehorsam, noch im Zittern und Beten zu verharren. Darum musste Mose seinen Stab erheben und den Kindern Israel sagen, dass sie ziehen sollten. Jede Frucht des Geistes kommt zu seiner Zeit und ist dann am köstlichsten; außer der Zeit kommt selbst das Gebet nicht gelegen. Bitte jedenfalls, aber bereite dich auch darauf vor, zu empfangen. Suche ernstlich, aber halte nicht zurück, wenn die Stunde des Findens für dich kommt. Klopfe wieder und wieder an, aber beeile dich, einzutreten, sobald die Tür geöffnet ist. Wenn wir glauben sollten, dass wir Barmherzigkeit erlangt haben, warum fahren wir fort, um dieselbe zu bitten, als ob wir sie nicht erlangt hätten? Wenn vermehrter Glaube alles ist, was nötig ist, warum suchen wir den Segen, welchen Gott in den Bereich unsres Glaubens stellt? Wenn unsere Pflicht uns klar ist, warum zögern wir, sie zu erfüllen, und machen das Gebet zu einer Entschuldigung unsres Zögerns?
Wo müssen die sein, welche sich auf ihre eigenen Gebete verlassen? Was sind die, die ohne Gebet leben? Was sind die, welche für ihr Beten keinen Grund angeben können, aber abergläubisch Gebetsworte ohne Herz wiederholen?